2010
2012
2011
2010
2009
2011

13. Dezember - Jahresrückblick Gemeindefeuerwehr

Dienstversammlung der Feuerwehr Gnarrenburg

Mehr Mitglieder – Mehr Einsätze – Mehr Großbrände

Gnarrenburg (tm).
Im Rahmen seiner Dienstversammlung der Ortsbrandmeister in der Gemeinde Gnarrenburg konnte Gemeindebrandmeister Frank Lemmermann am Dienstag, den 13. Dezember 2011 über ein leichtes Plus im Mitgliederbereich berichten. Gleichwohl betonte Lemmermann, dass in den nächsten Jahren die Nachwuchsarbeit nicht vernachlässigt werden darf, da in rund zehn Jahren die heute mitgliederstärkste Altersgruppe der 40- bis 50-jährigen nach und nach aus dem aktiven Dienst ausscheiden wird. Gerade deshalb freue man sich sehr darüber, dass in Kuhstedt eine neue Jugendfeuerwehr gegründet wurde. Auch der Aufbau einer Kinderfeuerwehr geht voran. Sodass diese im nächsten Jahr ins Leben gerufen werden kann.

Bei den Einsatzzahlen gab es einen deutlichen Anstieg zu verzeichnen. Während die Brandeinsätze mit 24 (im Vorjahr 23) nahezu gleich blieben, stieg die Zahl der Hilfeleistungseinsätze um rund 40 Prozent an. So waren im abgelaufenen Jahr 37 (im Vorjahr 26) TH-Einsätze abzuarbeiten. Beachtlich ist die Zahl der Großbrände. Im Durchschnitt mussten die Gnarrenburger Feuerwehren alle zwei Monate zu einem Großbrand ausrücken. Hinzukamen weitere 6 Mittel- und 12 Kleinbrände.
Im Bereich technische Hilfe war, wie in den vergangenen Jahren auch, wieder einmal alles vertreten. Von Sturmeinsätzen über Verkehrsunfällen und Personenrettung bis hin zum bekannten Hochwasser.

Neben der Aus- und Fortbildung in den Ortsfeuerwehren wurden Lehrgänge an der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Zeven sowie an den Landesfeuerwehrschulen in Celle und Loy besucht. So haben auch dieses Jahr wieder etliche neue Feuerwehrmänner und –frauen ihre Grundausbildung mit der Truppmannausbildung Teil 1 bzw. Teil 2 erfolgreich beenden können. Aufgrund ihrer Leistungen in den einzelnen Feuerwehren und den erfolgreich absolvierten Lehrgängen konnte der Gemeindebrandmeister anschießend selbst folgende Ortsbrandmeister und Stellvertreter sowie Funktionsträger befördern:

Ingo Kück (Karlshöfen) zum Hauptbrandmeister, Marco Teetz (Karlshöfen) zum Oberbrandmeister, Frank Wellbrock (Kuhstedtermoor) zum Brandmeister, Heino Böttjer (Karlshöfen) zum Hauptlöschmeister, Stefan Weber (Klenkendorf) zum Hauptlöschmeister, Frank Katt (Augustendorf) zum Oberlöschmeister und Holger Meyer (Langenhausen) zum Oberlöschmeister. Im Vorwege beförderte Kreisbrandmeister Jürgen Lemmermann den Kreisausbilder Timm Meyer (Karlshöfen) in Anerkennung seiner Leistungen zum Hauptlöschmeister.





31. August - Feuerwehr-Fahrschule im LK ROW

Landkreis Rotenburg (oh). Mit der Übergabe des Schlüssels für einen Fahrschul-Lkw durch Landrat Herrmann Luttmann an den Kreisbrandmeister Jürgen Lemmermann am Abend des 23.08.2011, erfolgte ein bedeutender Schritt für den Brandschutz im Landkreis Rotenburg. Denn bei dem Lkw handelt es sich um ein Feuerwehrfahrzeug und die zukünftigen Fahrschüler sind ausschließlich Feuerwehrleute. Mit der Schlüsselübergabe wurde damit ein Problem behoben, was viele Feuerwehren betraf.


Zum Hintergrund

Seit der Anpassung der Führerscheinklassen an EU-Regeln, ist das Führen von Pkw nur noch bis zu einem Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen möglich. Darüber hinaus bedarf es einer größeren Führerscheinklasse. Viele Feuerwehrfahrzeuge, selbst die Kleineren, ließen sich aufgrund ihrer notwendigen Beladung nicht mehr von Inhabern der Führerscheinklasse B fahren. Die größeren Löschfahrzeuge bedurften seit jeher der alten Klasse 2 (jetzt Klasse C). Damals profitierte die Feuerwehr davon, dass viele Feuerwehrleute während ihrer Bundeswehrzeit den Lkw-Führerschein erwarben, doch die Zahlen derer sind sehr gering geworden.

Zur Deckung des Bedarfes an Lkw-Fahrern unterstützten die Kommunen die Führerscheininteressenten teils mit der anteiligen Übernahme von Kosten, mancherorts war aber auch mal keine Unterstützung möglich. In jedem Falle mussten erhebliche Kosten durch den Führerscheinabsolventen getragen werden. Auf politischer Ebene wurden unterschiedliche Lösungsansätze verfolgt, diese betrafen jedoch stets die Erweiterung der Möglichkeiten zur Nutzung von Fahrzeugen unterhalb der 7,5 Tonnen-Klasse.


Feuerwehr-Fahrschule

Der Landkreis entschied sich für eine einheitliche Lösung, welche unterm Strich sogar kostengünstiger ist. Seit 2009 beschäftigte sich eine Arbeitsgruppe mit der Gründung einer Feuerwehr-Fahrschule, um eine ausreichende Anzahl an Fahrzeugführern für den Brandschutz zu gewährleisten. Tarmstedts Samtgemeindebürgermeister Holle, selbst Angehöriger der Arbeitsgruppe, machte Ausführungen zur Entwicklung der Feuerwehr-Fahrschule und erläuterte den zur Übergabe des Fahrzeuges anwesenden Vertretern aus Politik und Feuerwehrführung den Wert dieser Einrichtung.

Kreisbrandmeister Jürgen Lemmermann übergab den Schlüssel seinerseits an das Ausbilderteam der neuen Fahrschule. Pro Jahr werden fortan in drei Durchgängen je 12 Teilnehmer durch die Fahrlehrer ausgebildet. Sie erhalten dann einen vollwertigen Klasse C Führerschein und dürfen somit sämtliche Feuerwehrfahrzeuge führen. Ein Fahrlehrer übernimmt dabei die Patenschaft für 2-3 Fahrschüler, die er in knapp 12 Wochen zur Prüfungsreife führt. Gefahren wird dabei in Rotenburg und Stade, da diese Orte die Kriterien für die Fahrschulausbildung erfüllen. Eine Konkurrenz zu zivilen Fahrschulen wird es dabei nicht geben, da die Teilnehmer mit Bedacht von den Ortbrandmeister ausgewählt werden. Hierbei wird ein strenger Maßstab aus bisherige Bewährung, Qualifikation und natürlich der Verfügbarkeit für die Feuerwehr gelegt.

Einschließlich der ärztlichen Untersuchung und der Prüfungsunterlagen und –gebühr, kommen so etwa 900 – 1.000 Euro Kosten pro Fahrschüler zusammen. Verglichen mit der bisherigen Praxis ist dies, neben der organisatorischen Vereinfachung, die kostengünstigste Variante.

Als Fahrschulfahrzeug wurde ein Lkw aus der Flotte des Bundeswehrfuhrparks beschafft. Der im Jahre 2006 gebaute MAN TGA hat einen 350 PS starken Motor und ein zulässiges Gesamtgewicht von 18 Tonnen. Von den Abmessungen übertrifft er jedes im Landkreis verfügbare Feuerwehrfahrzeug, aber, so wurde bemerkt, wer auf diesem Fahrzeug das Fahren gelernt hat, kommt auch mit den anderen Feuerwehrfahrzeugen zurecht.


Die ersten Fahrschüler

Bereits kurz nach der Übergabe des Fahrschulfahrzeuges beginnt auch schon die Ausbildung. Am Abend des 30.08.2011 finden sich die ersten 12 Fahrschüler der neuen Kreisausbildung bei der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Zeven ein. Nach der Klärung der Formalitäten und der Zuteilung der Fahrschülern zu ihren jeweiligen Ausbildern beginnt auch schon die erste Theoriestunde.

Unter ihnen ist Rita Becker aus Wilstedt. Sie geht ganz locker an die Ausbildung heran, denn sie hat bereits Erfahrung mit größeren Fahrzeugen. Sie ist im Besitz der alten Klasse 3 Fahrerlaubnis und ist schon Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen gefahren, von daher sind die größeren Ausmaße nichts Neues. Privat hätte sie den Führerschein nicht gemacht, da sie die Qualifikation ausschließlich für die Feuerwehr nutzen wird.

Auch Jens Behrens aus Elsdorf ist unter den Fahrschülern. Auch er hat bereits Erfahrungen mit Fahrzeugen der Klasse C1 (<7,5 Tonnen) sammeln können. Die Feuerwehr Elsdorf soll ein Tanklöschfahrzeug (TLF) erhalten, was den Bedarf an Klasse C Fahrern hervorruft. Auch er wird den Klasse C Führerschein ausschließlich für die Feuerwehr nutzen. Auf eigene Kosten oder mit einer Selbstbeteiligung hätte er den Führerschein wahrscheinlich nicht erworben, so gibt er an. Er macht die Ausbildung, um anderen zu helfen – warum sollte man dafür bezahlen müssen.

Die zwölf Fahrschüler haben jetzt nur ein Ziel vor Augen: in wenigen Wochen den neuen Führerschein in den Händen zu halten.


_______________________________________
Fotos und Berich vom 31.08.2011

Oliver Hein, Kreispressewart
Freiwilliger Feuerwehren
im Landkreis Rotenburg (Wümme)



7. April - Feuerwehrleute sehr vertrauenswürdig

Vertrauenswürdigster Berufsstand vor Piloten, Krankenschwestern, Apothekern, Ärzten und Polizisten - Vertrauensentzug für Priester und Pfarrer - größte Verbraucherstudie Europas

Deutsche und Europäer wissen genau, auf wen sie sich verlassen können. Das größte Vertrauen schenken sie den Vertretern jener Berufsstände, die da sind, wenn es darauf ankommt: Feuerwehrleute, Piloten, Krankenschwestern, Apotheker und Ärzte, dicht gefolgt von den Polizisten. Diese Berufe sind die Vertrauenssieger einer 16 Länder Europas umfassenden Studie, die das Magazin Reader's Digest durchgeführt hat.

Die Feuerwehrleute verteidigten ihre Spitzenposition im Vertrauensranking der Berufe
95 Prozent der Befragten in Deutschland (Vorjahr: 94 Prozent) sprachen den Feuerwehrleuten ein "sehr hohes" bzw. "ziemlich hohes" Vertrauen aus.

Seit nunmehr acht Jahren stellen die Feuerwehrleute Deutschlands den vertrauenswürdigsten Berufsstand, so die aktuelle Studie "European Trusted Brands 2010"
(Anmerkung der Redaktion)

In ganz Europa kamen neben den Feuerwehrleuten die Piloten, Krankenschwestern, Apotheker und Ärzte in die Spitzengruppe der vertrauenswürdigsten Berufsstände. Deutschlands Polizisten überflügelten sogar ihre Kollegen in den übrigen europäischen Ländern: Die Polizisten erzielten in Deutschland einen Vertrauenswert von 79 Prozent - das sind 20 Prozentpunkte mehr als der europäische Durchschnitt. Auf den letzten Plätzen landeten Politiker, Autoverkäufer, Fußballspieler und Finanzberater.


_______________________________________
Ausschnitt aus der Pressemitteilung
vom 05.04.2011

Polizeipressemappe - Stuttgart

April April - Digitalfunktest

Bei unserer Meldung vom 1. April 2011 zum Thema Digitalfunk handelte es sich um einen Aprilscherz der Redaktion :-)

1. April - Digitalfunk geht in erste Testphase

Tetra-Digitalfunk geht in die Testphase - Stresstest mit Privatpersonen - kostenlose Festnetzgespräche als Belohnung


Landkreis Rotenburg (et). Frohe Botschaft für alle Mitglieder der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (kurz: BOS). Nach jahrenlangem hin und her geht der Digitalfunk Tetra jetzt doch in die erste Testphase. Einzelne Netzabschnitte sind laut Systembetreuer bereits aufgebaut aber noch nicht im Wirkbetrieb. Die ersten Tests verliefen sehr erfolgreich. Jedoch stand ein sogenannter Stresstest noch aus. Bei dieser Art von Test wird ermittelt ab welchen Traffic auf einer einzelnen Funkzelle ein Zusammenbruch stattfindet. Dafür geht die "Bundesanstalt für den Digitalfunk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben" (kurz: BDBOS) einen unkonventionellen Weg. Für 24 Stunden gibt sie einzelne Funkzellen an die Bevölkerung zum Zweck der Telekommunikation frei. Teilnehmen kann jeder, der ein Handy oder Smartphone besitzt.

Wie funktioniert die Teilnahme? Im Ruhezustand geben sie Folgendes ein:

*#08#
dann senden betätigen

Nun sollte im Display ein Hinweis auf Einbuchung in das Tetra-Digitalfunknetz erscheinen. Kurz danach wird im Display der Provider "BDBOS" mit der jeweiligen Postleitzahl der Funkzelle erscheinen. Aufgrund des sehr wahrscheinlich hohen Interesses, kann es bei den Verbindungsversuchen zu Fehlermeldungen kommen. In diesem Fall versuchen Sie es bitte zu einem späteren Zeitpunk nochtmal.

Für Ihre Bemühungen belohnt Sie die BDBOS mit kostenlosen Gesprächen in das deutsche Festnetz.

Der Stresstest wird um 23.59 Uhr beendet. Im Anschluss findet eine ausführliche Analysierung der Daten statt. Eine Nutzung des Dienstes für Privatpersonen nach der Testzeit ist leider nicht möglich.


ACHTUNG: Für technische Probleme bei der Teilnahme an dem Test kann keinerlei Garantie übernommen werden. Die Teilnahme erfolgt ausdrücklich auf eigene Gefahr.


Weitere Informationen:

* Bundesanstalt für den Digitalfunk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BDBOS)

* Fortschrittsanzeige Tetra-BOS in Deutschland




 

Einbuchung in das Tetra-BOS-Netz Hier mit einem Tetra-Funkgerät

10. Februar - Millionenbußgelder gegen Hersteller

Bundeskartellamt verhängt Millionenbußgelder gegen Hersteller von Feuerwehrfahrzeugen

Bonn, 10. Februar 2011: Das Bundeskartellamt hat heute Bußgelder in einer Gesamthöhe von 20,5 Mio. Euro gegen drei Hersteller von Feuerwehrlöschfahrzeugen verhängt. Bei den drei Unternehmen handelt es sich um die Albert Ziegler GmbH & Co. KG, Giengen an der Brenz, die Schlingmann GmbH & Co. KG, Dissen, sowie die Rosenbauer-Gruppe mit Standorten in Luckenwalde und Leonding/Österreich. Gegen einen vierten Hersteller wird das Verfahren noch fortgeführt. Das Bundeskartellamt verhängte außerdem ein Bußgeld gegen einen Wirtschaftsprüfer wegen dessen Mitwirkung am Kartell.
Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes: „Die am Kartell beteiligten Unternehmen haben seit mindestens 2001 verbotene Preis- und Quotenabsprachen praktiziert und den Markt für Feuerwehrlöschfahrzeuge in Deutschland untereinander aufgeteilt. Vielen Kommunen ist dadurch ein großer finanzieller Schaden entstanden.„
Die vier Mitglieder des Kartells haben sich gegenseitig über Jahre hinweg bestimmte Verkaufsanteile, sog. „Soll-Quoten„, zugestanden. Die Unternehmen meldeten ihre Auftragseingänge an einen in der Schweiz ansässigen Wirtschaftsprüfer. Dieser erstellte daraus Listen, auf deren Basis die Einhaltung der vereinbarten Quoten bei regelmäßigen Kartelltreffen am Züricher Flughafen überprüft wurde. Darüber hinaus haben die Unternehmen Erhöhungen ihrer Angebotspreise abgesprochen.
Neben der „Zürich-Runde„ gab es regelmäßige Zusammenkünfte auf der Ebene der Vertriebsleiter der Unternehmen. Auf diesen Treffen wurden die kommunalen Ausschreibungen von 2

Feuerwehrfahrzeugen untereinander aufgeteilt. Das Verfahren gegen die beteiligten Vertriebsleiter, aber auch gegen die Geschäftsführer und Vorstandsvorsitzenden, wurde zum Zwecke einer strafrechtlichen Prüfung an die zuständigen Staatsanwaltschaften abgegeben.
Das Bundeskartellamt war durch eine anonyme Anzeige auf die Absprachen aufmerksam geworden und hat in dem Zeitraum Mai 2009 bis Juli 2010 insgesamt vier Durchsuchungsaktionen durchgeführt. Dabei wurde es bei zwei Durchsuchungen in Österreich erfolgreich von der österreichischen Wettbewerbsbehörde unterstützt.
Die umfassende Kooperation der Unternehmen sowie der handelnden Personen während des Verfahrens wurde bei der Bemessung der Bußgelder berücksichtigt. Die Bußgelder sind noch nicht rechtskräftig. Gegen die Bescheide kann Einspruch eingelegt werden, über den das OLG Düsseldorf entscheidet. Allerdings wurde mit den Unternehmen eine Verständigung über eine einvernehmliche Verfahrensbeendigung (sog. „Settlement„) erreicht.
Neben den Ermittlungen gegen Löschfahrzeughersteller führt das Bundeskartellamt auch ein Verfahren gegen Hersteller von Feuerwehrfahrzeugen, die mit Drehleitern ausgerüstet sind.


* UPDATE - 10.02.2011: DFV verurteilt Hersteller-Kartell
*
UPDATE - 11.02.2011: Presse: “Schaden der dunklen Machenschaften”
*
UPDATE - 11.02.2011: Nach Geldbuße: Das sagen die Unternehmen

_______________________________________
Pressemitteilung vom 10.02.2011
Bundeskartellamt

5. Februar - Kreisjugendfeuerwehrtag

Mehr als 20.000 Stunden geleistete Jugendarbeit

Sandbostel (tm). Trotz widriger Wetterverhältnisse trafen sich am Samstag, den 5. Februar 2011 die Jugendwarte, die Orts- und Gemeindebrandmeister sowie die Jugendsprecher aus dem gesamten Landkreis zum Kreisjugendfeuertag. Dieser fand anlässlich dem 5jährigem Bestehen der Jugendfeuerwehr Ostetal in Sandbostel stattfand.

Der Kreisjugendfeuerwehrwart Volker Jungen berichtete darüber, dass es in der heutigen Zeit nicht ganz einfach ist die Jugendlichen bei der Stange zu halten. Der Leistungsdruck in den Schulen steige immer mehr und das Freizeitangebot von heute stellt auch eine nicht zu unterschätzende Konkurrenz zur Jugendfeuerwehr dar. Um so mehr freute sich Jungen deshalb, dass im vergangenem Jahr nur acht der 48 Jugendfeuerwehren Nachwuchsprobleme hatten. 2009 waren es noch 13. Um diesen Trend zu halten wird einiges geboten. Sportwettbewerbe, Besichtigungen und Ausfahrten sind neben der feuerwehrtechnischen Ausbildung nur ein kleiner Teil des Angebots. Auch ein Zeltlager wird angeboten, das im vergangenem Jahr in Sittensen stattfand und mit 470 Teilnehmern gut besucht war. Das nächste Zeltlager wird vom 6. bis 13. August 2011 in Harsefeld im Landkreis Stade stattfinden. Erwartet werden zirka 1400 Teilnehmer aus dem gesamten Bezirk.
Um neben den genannten Veranstaltungen weiterhin Jungen und Mädchen für die Feuerwehr zu begeistern drehte ein professionelles Filmteam in ganz Niedersachsen auf Veranstaltungen und Diensten der Jugendfeuerwehren. Herausgekommen ist der nagelneue 18minütige Imagefilm der Niedersächsischen Jugendfeuerwehren in dem auch die Jugendlichen aus Sottrum beim Volleyballtunier zu sehen sind. „Ich finde ein sehr gut gelungener Film, den man gerne sieht“, so der Kreisjugendwart. Noch während der Versammlung entschlossen sich der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes Bremervörde Hans-Jürgen Behnken sowie der stellvertretende Vorsitzende des Rotenburger Kreisfeuerwehrverbandes Jürgen Runge spontan die Kosten in Höhe von 5€ für jede der 48 Jugendfeuerwehren zu übernehmen. Eine tolle Geste wie Volker Jungen findet.

Derzeit versehen 585 Jungen und 183 Mädchen ihren Dienst in der Jugendfeuerwehr. Mit den 768 Jugendlichen ist die Mitgliederzahl gegenüber 2009 weitestgehend konstant. Im vergangenem Jahr wechselten 84 Jugendliche in den aktiven Dienst der Feuerwehr. „Das ist eine sehr beachtliche Zahl, so hoch war sie noch nie“, freute sich Volker Jungen. Aber, dass Jugendarbeit nicht nur Spaß macht, sondern auch zeitaufwendig ist, zeigte die Dienststundenstatistik der Jugendfeuerwehren. Im abgelaufenem Jahr investierten die Jugendwarte mehr als 20.000 Stunden in die Jugendarbeit. Ein großes Lob sprach Jungen den Betreuern aus. „Ohne diese ehrenamtliche Tätigkeit würden wir weniger Nachwuchs in den Feuerwehren haben“, so der Kreisjugendwart.

In den einzelnen Jugendfeuerwehren gab es vier Führungswechsel. Künftig wird die Jugendfeuerwehr in Scheeßel von Andre Peters geleitet. An der Spitze der Hesedorfer Jugendfeuerwehr steht jetzt Stefan Raeker und die Heeslinger Jugendfeuerwehr hört auf die Worte von Jennifer Eichler. Jürgen Bellmann übernahm das Amt des Gemeindejugendwartes in Tarmstedt von Jörg Bollmann.
Bei den Wahlen gab es wenig Veränderungen. Kreisjugendwart Volker Jungen wurde einstimmig von den Anwesenden wiedergewählt. Der stellvertretende Kreisjugendwart Christian Meirose stand nicht wieder zur Wahl. Hier wurde einstimmig Bianca Volkmer aus Scheeßel gewählt. Bernd Witte (Kassenwart), Silvia Hille (Fachbereich „Lehrgänge“) sowie Jens Schiller (Fachbereich „Jugendflamme“) wurden, wie Volker Jungen, ebenfalls einstimmig im Amt bestätigt. Zum neuen Fachbereichsleiter „Wettbewerb und Leistungsspange“ wurde Markus Köpsell gewählt. Die Öffentlichkeitsarbeit der Kreisjugendfeuerwehr wird in Zukunft von Philipp Langer geleitet und Holger Naubert wird im nächstem Jahr die Kasse prüfen.
Anerkennung und Lob für die geleistete Jugendarbeit teilte der stellvertretende Landrat Reinhard Brünjes sowie die Kreisjugendpflegerin Birgit Martens der Versammlung mit. Selsingens Samtgemeindebürgermeister Werner Borchers, Sandbostels Bürgermeister Peter Radzio und Kreisbrandmeister Jürgen Lemmermann freuten sich über die positiven Mitgliederzahlen in den Jugendfeuerwehren.
Einen besonderen Dank richtete Kreisjugendwart Volker Jungen zum Ende der Versammlung an den Landkreis, den Kreisbrandmeister, der Kreisfeuerwehr sowie den Verbänden, den Jugendwarten und allen, die die Jugendfeuerwehren im Jahr 2010 unterstützt haben.


 

Kreisjugendfeuerwehrwart Volker Jungen ...führte durch die Versammlung

Kreisjugendfeuerwehrwart Volker Jungen sowie Kreisbrandmeister Jürgen Lemmermann mit den Neu- und Wiedergewählten



2. Februar - Neue Fahrzeugkonzeption

Deutschland (tm). Der Normenausschuss Feuerwehrwesen (FNFW) hat am 26. Januar 2011 die 13. überarbeitete Fassung der DIN-FNFW-Feuerwehrfahrzeug-Typenliste herrausgegeben.

Demnach soll es in Zukunft nur noch 23 verschiedene Fahrzeug in der DIN geben. Darunter lediglich 3 unterschiedliche Tanklöschfahrzeuge. Diese heißen laut der DIN-FNFW:

- TLF 2000
- TLF 3000
- TLF 4000

Die alten Bezeichnungen fallen weg. Die Zahl gibt in dem genanntem Beispiel die Menge des mitgeführtem Löschwassers an.

Hier kannst Du Dir die aktuelle Version kostenlos herunterladen


Quelle: Normenausschuss Feuerwehrwesen